Bernhard von Speyer

Bernhard von Speyer

Bernhard
Name Bernhard von Speyer
Clan Lasombra
Generation 10
Konzept Jäger
Alter 76
Sieht aus wie 26
Nationalität Deutsch
Geburtsort Speyer
Haarfarbe dunkle lange schwarze Haare
Augenfarbe grau
Hautfarbe mitteleuropäisch
Größe 170cm
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Inhaltsverzeichnis

Speyer anno 1120

Eine dunkle Nacht

Kälte, Dunkelheit, Hunger das waren meine ständigen Begleiter als ich jünger war. Ich kann mich allerdings kaum noch an etwas erinnern was vor dieser schicksalhaften Nacht im Frühling anno 1120 passierte. Ich weiß nur noch dass ich ein zitternder verlumpter kleiner sechsjähriger Fratz war, der es für eine ausgezeichnete Idee hielt von dem durchreisenden Bischof mit treuen Hundeaugen ein paar Kupfermünzen zu erbetteln. Es war viel zu spät und zu gefährlich, wie mein Bettelvater immer sagte, der kaum 12jährige Peter. Aber ich war hungrig und ich war etwas das mich von anderen Betteljungen unterschied. So klein und jung ich auch war, ich war furchtlos. Nicht übermütig, nicht verrückt, einfach nur furchtlos. Peter sagte immer wenn man genau hinsah konnte man es in meinen Augen sehen. Und so stand ich an diesem Abend dort wo ich nicht hingehörte, an der Kutsche des Bischofs. Ich blickte treu hinauf hüstelte leise vor mich hin und wankte ein wenig, all dies hatte mir mein Bettelvater beigebracht. Der Bischof, ein freundlicher etwas dicklicher älterer Mann, beugte sich aus seiner Kutsche und lies eine Kupfermünze in meine Hand fallen. “Na mein Sohn, wie gehen die Geschäfte?“ wollte er wissen. „Nicht gut mein Herr“ ich hustete wieder etwas übertrieben und dann fiel mein Augenmerk auf ein kleines Detail, bevor ich begriff was ich gesehen hatte, sprach ich es auch schon aus, „ihr atmet ja gar nicht mein Herr“ Unsanft wurde ich in die Kutsche gerissen. Im Halbdunkel der Kutsche beugte sich der Bischof über mich und fauchte, fauchte? mich an. „Du Welpe wagst es!“ Er öffnete seinen Mund und spitze Zähne wurden sichtbar. Ich drückte mich in die Ecke und bekreuzigte mich und flüsterte „Weiche, Monster Weiche!“, Tatsächlich zuckte der Bischof kurz leicht zurück. „Interessant“ murmelte er, „latenter wahrer Glaube und ein Prise Exorzismus! Du wirst mir folgen mein Sohn!“ sagte er. Er sah mir tief in die Augen und es war mehr Befehl, als eine Feststellung. „Kutscher auf nach Rom!“.

Rom und Ausbildung

Rom die ewige Stadt, nur bekam ich davon nicht viel mit. Nach einer wilden Reise die immer nachts stattfand begleitete ich meinen neuen Meister und seinen Ghul durch viele kleine Staaten bis nach Rom. Schon auf der Reise wurde mir bewusst, dass ich keine Ahnung von der Welt in den Schatten hatte, die neben unserer existierte. Das sollte sich aber schnell ändern, meine Nächte waren ab nun angefüllt, mit Lehrstunden über die Entstehung der Vampire, die Clans, ihre Eigenarten und vieles mehr. In Rom setzte sich alles fort. Ich wurde in eine Abtei San Aristo nahe der Papstbasilika „Sancti Pauli extra muros“ gesteckt und meine Tage waren erfüllt mit Lernen. Ich wurde im Lesen und Schreiben unterrichtet, in Kirchendingen und Kirchenrecht. Das Beten wurde ein Hauptbestandteil meines Lebens, und des Nachts besuchte mich mein Meister und ich bekam noch mehr Unterweisungen, ich erfuhr von Kain und seinen Kindern, von Ghulen, von Werwölfen und Geistern. So vergingen 10 Jahr wie im Flug. An meinem 16. Geburtstag, der Tag an dem mein Meister mich vor 10 Jahren gefunden hatte, wurde ich das erste Mal in die Angeli Liberorum eingeführt, ab da lehrte mich mein Meister 2 Jahre lang jede Nacht die Jagd nach Unnatürlichem. Tagsüber wurde mir eine Kollektion verschiedenster Waffen in die Zelle der Abtei gebracht und ich übte bis meine Muskeln brannten und meine Finger wund waren. Durch meinen leichten Körperbau stellte sich heraus, dass der flinke Doppelmesserkampf am besten zu mir passte. Aber ich konnte auch Schwerter, Peitschen, Hellebarden, Speere, Streitkolben oder Keulen schwingen. Die Lehrmeister gingen in meiner Zelle ein und aus. Und ich bekam Zugang zu einem kleinen verborgenen Teil der Abtei, hier lagerten die Reliquien des Ordens. Und auch die Trophäen ihrer Mitglieder. Ich sah Werwolfköpfe und Klauen, Finger von Heiligen, und die Johannesschüssel. Und mein Glaube wuchs einer gerechten Sache zu dienen.

Erste Aufträge

5 Jahre Ausbildung gingen so ins Land. Dann schickte mich mein Meister auf erste Missionen. Ich suchte meist geeignete Leute für seine Schar. Zu diesem Zeitpunkt bekam ich auch meinen neuen Rufnamen, Michael. Auf einer dieser Reisen, ich hatte gerade den neuen Uriel für meinen Meister gefunden, wurde ich schwer verletzt und konnte mich nur mit letzter Kraft zu meinem Meister schleppen. Das Lebenslicht verließ mich und ich blickte ein letztes Mal zu meinem Meister auf. Er beugte sich zu mir und sah mich mit diesen unendlichen Augen an, bevor er mir etwas von seinem Blut gab und mir zeigte wie ich mich damit heilen konnte, so wurde ich Ghul meines Meisters. Nun konnte ich die Aufträge noch besser erfüllen und bald wurde ich auf die ersten Jagden geschickt. Ich kundete Geisterhäuser aus, sah mich nach Hexen um und reiste in angebliche Werwolfdörfer. Für jede erfolgreich ausgeführte Aufgabe bekam ich ein besonderes Geschenk, eines davon ziert meinen Rücken, ein riesiges Kreuz. Dies ging 5 Jahre so, und ich verfeinerte in dieser Zeit meine Waffenkünste und mein Wissen über die Vampirische Gesellschaft. Ich beobachtete meinen Meister bei seinen Missionen und bestritt einige selbst. Dann eines Tages übergab mir mein Meister ein 10jähriges Mädchen, mit den Worten, „ meine nächste Michaela, bilde sie gut aus“. So gingen die nächsten 5 Jahre ins Land.

Der Kuss

20 Jahre nach diesem schicksalhaften Tag in Speyer rief mich mein Meister zu mir. Da die Ausbildung von Gabriela soweit vorangeschritten war, wollte er mir eine neue Aufgabe übergeben. Wir stiegen hinab in den kleinen Raum mit den Reliquien und er holte die Johannesschüssel hervor. „Viele wurden von Johannes dem Täufer getauft. Darum frage ich dich ob auch du ein neues Leben unter seinem Wasser beginnen möchtest. Ich biete dir an als mein Kind und vollwertiges Mitglied des Angeli Liberorum dein weiteres Leben zu betstreiten. Tief beugte ich mein Haupt, „Es wäre mir eine Ehre, Meister“ und so wurde ich von Gabriel, wieder zu Bernhard von Speyer, Kind von Lorenzo die Natale, Mitglied des Ordens Liberi Archangelorum, Jäger des Unnatürlichen und Lasombra. Mit der Ausbildung zum vollständigen Vampir verbrachte ich die nächsten 50 Jahre. In denen ich mit der Jagd nach Gerüchten übernatürlichen Ursprungs weitermachte.

Mateo

So traf ich auch eines Nachts auf einen reisenden Priester der von einer schrecklich entstellten Kreatur, einem Nosferatu angegriffen wurde. Ich war schon eine Weile der Spur des Nosferatu gefolgt und konnte ihn daran hintern seine Fänge in das unschuldige Opfer zu bohren. Ich konnte ihn vernichten auch wenn es mehr als knapp war. Der Priester der sich mir als Mateo vorstellte, bedankte sich überschwänglich und wir kamen überein die Reise gemeinsam fortzusetzen da es nur noch wenige Stunden bis Rom war. Auf dem Weg erfuhr ich viel über ihn, so das er ein Gelehrter war und sich auf Geheiß eines Bischofs auf der Reise nach Rom befand, ich brachte ihn zuerst zu meinem Meister und der befand ihn für würdig so wurde er als mein Gefolgsmann ausgebildet. 50 Jahre nach meinem Kuss schickte mich mein Meister in die Welt hinaus nach Leipzig um den Orden dort würdig zu vertreten und das Übernatürliche zu bannen.



Johanniter / Hospitaler-Orden

Lebt nach Augustiner-Regel

Im Wesentlichen schreiben die Regeln Folgendes vor.

  • von Liebe und Eintracht geprägtes Leben in der Ordensgemeinschaft
  • gegenseitiges Mahnen und gegenseitige „Kontrolle“
  • Verzicht auf persönlichen Besitz (Privatbesitz muss beim Eintritt dem Orden vermacht werden)
  • Enthaltsamkeit (Fasten, kein sinnliches oder materielles Begehren)
  • Unterordnung unter die Gemeinschaft und die Autorität des Oberen
  • Regelmäßiges Beten

Wichtige Personen

Erzeuger Lorenzo di Natale, Erzbischof von Bari

Leonardo di Natale

  • sieht aus wie ca 50, etwas beleibt, macht einen gemütlichen, gutmütigen, gar väterlichen Eindruck
  • ist einer der drei Erzengel im Liberi Archangelorum

Gefolgsmann Mateo di Bozova, Auxiliarbischof (Titularbischof), der Diözese Bozova

Mateo


  • ca 40 Jähriger leicht gebeugt gehender Mann mit schütterem Haar, sehr belesen, kennt sich mit diversen Sprachen aus (ital., spanisch, arabisch, deutsch, Latein)
  • sehr bewandert im Kirchenrecht, befindet sich auf der Suche nach einem Nachfolger den er lehren kann
  • wurde von Bernhard v. Speyer vor einem Nosferatu gerettet, als er auf dem Weg nach Rom war um seine neue Order vom Papst zu bekommen.
  • wurde stattdessen erst zum Erzeuger Bernhards, dem Erzbischof v. Bari gebracht
  • Lorenzo änderte seine Aufträge so, das er Bernhard nach Leipzig begleiten soll
  • In den 5 Jahren bei Lorenzo, lernte er alles Wissenswerte über Vampire und andere Nachtwesen

Kontakt Gorald, einer der Jäger des Stadtvogts zu Schkeuditz

Gorald


  • 35jähriger stämmiger Mann mit wildem schwarzen Bart und dunkler verfilzter Haarpracht
  • War ein Begleiter von Lorenzo di Natale auf seinen Reisen durch das Heilige Römische Reich
  • Wurde von ihm rekrutiert, Lorenzo nahm aber Abstand davon ihn zu ghulen sondern entschied sich in als Kontakt in die slawischen Gebiete des Reiches zu schicken
  • Wird meistens von einem pechschwarzen Alaunt namens Nachtschatten begleitet, einer grimmig aussehenden Doggenart
  • Für die Jagd benutzt er einen Bogen, Fallen und einen jungen Iltis
  • Hat auf seinen Reisen mit Lorenzo di Natale viel mit dessen Ghul gesprochen und erträumt sich ebenfalls diese Gaben

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